Passion Laufen – Mehr als nur ein Hobby

Es ist eine Sensationsnachricht. Die Athener haben die Perser besiegt. Es war an Pheidippides diese zu überbringen. Etwa 40 Kilometer liegen zwischen dem Marathon Ort der Schlachtund Athen. Rastlos läuft er, um die frohe Botschaft zu verkünden. Völlig erschöpft erreicht er das Ziel und bricht tot zusammen. Der Marathon-Lauf war geboren, so ist zumindest die Legende.

Mittlerweile kann man die Distanz von 42,195 Kilometern laufen, ohne gleich das Zeitliche zu segnen. Aber es muss ja nicht immer direkt das volle Programm sein. Wichtig ist, dass der Spaß im Vordergrund steht, und das in jedem Trainingszustand. Das Runner’s High kann hier ein ausschlaggebender Faktor sein. Wenn man körperlich eigentlich schon am Ende ist, werden Endorphine freigesetzt, die ein Glücksgefühl auslösen, das Schmerz und Anstrengung vergessen lässt. Was einem letztendlich am Laufen fasziniert, ist natürlich jedem selbst überlassen, genau wie die Gründe loszulegen. Der eine will so überschüssige Pfunde loswerden, Stress abbauen oder einfach seine Ausdauer verbessern. Der andere hält es wie Forrest Gump: „… ohne irgendeinen besonderen Grund, entschloss ich ein bisschen zu laufen.“ Oder zu joggen. Meistens werden beide Wörter synonym verwendet, aber laut der Deutschen Laufverordnung besteht ein kleiner, aber feiner Unterschied: Über 6.0 min/km ist Laufen und unter 6.0 min/km ist Joggen. Wie dem auch sei, wichtig ist ein Schritt nach dem anderen. Es ist noch kein Olympiasieger vom Himmel gefallen. Geeignete Bekleidung und Schuhe sind ebenfalls ein Teil des Ganzen. Nicht jeder ist nämlich so ein Phänomen wie Abebe Bikila – der äthiopische Marathonläufer gewann 1960 Olympisches Gold in dieser Disziplin und bestritt die Strecke dabei komplett barfuß.

So läuft sich´s besser!

Kopf:
Gerade halten und nach vorne blicken.

Schulter:
Immer lockerlassen. Nach hinten oder oben ziehen führt zu Verspannungen.

Arme:
Sie sind Frequenzgeber und unterstützen uns beim Laufen. 90 Grad anwinkeln und Läuferdreieck bilden. Der Schwung kommt aus der Schulter.

Hände:
Finger bleiben locker, der Daumen liegt auf dem Zeigefinger auf.

Oberkörper:
Becken leicht nach vorne kippen, der Oberkörper wird dadurch automatisch aufgerichtet.

Knie:
Beim Fußaufsatz beugen, damit der Aufprall gedämpft wird.

Hüfte:
Gerade halten, nicht rotieren.

Beine:
Möglichst kleine Schritte. Beim Abdruck Bein und Hüfte durchdrücken, sodass sie eine gestreckte Einheit bilden.

Füße:
Werden ungefähr unter dem Kniegelenk des vorderen Beines auf dem Mittelfuß aufgesetzt.

FACTS:

  • Der jamaikanische Superstar Usain Bolt ist bei seinem Weltrekord mit einer Höchstgeschwindigkeit von 44,72 km/h gesprintet.
  • Fauja Singh ist mit 101 Jahren der älteste Marathonbezwinger in der Geschichte (7:49:21).
  • Budhia Singh hat in einem Jahr 48 Marathons absolviert – mit 4 Jahren.
  • Das Self-Transcendence 3100 Mile Race ist mit 4.989 Kilometern der längste zertif izierte Lauf der Welt. Der Rekord liegt bei 41 Tagen, 8 Stunden, 16 Minuten und 29 Sekunden.
  • Angeblich werden beim Laufen bei jedem Schritt 200 Muskeln aktiviert.